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Inhaltsangabe Wirtschaft Frühling 2001 - Pessach 5761

Editorial - Frühling 2001
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Pessach 5761
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Telefonieren mit Leerer Batterie!

Von Roland S. Süssmann
Gibt es etwas Ärgerlicheres, als mitten im Gespräch unterbrochen zu werden, weil die Handy-Batterie leer ist? Wir alle haben diese unangenehme Situation schon erlebt. Wir haben die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: entweder wir haben eine zweite geladene Batterie unter der Hand oder wir laden sie wieder auf und verlieren dabei mindestens anderthalb Stunden. Dank dem israelischen Unternehmen ELECTRIC FUEL konnte dieser Alptraum für immer aus der Welt geschafft werden!
Unsere Leser erinnern sich bestimmt an den Artikel, den wir bereits über dieses Unternehmen veröffentlicht haben, das damals ausschliesslich auf die Entwicklung und die Herstellung eines revolutionären Akkus für Elektro-Autos spezialisiert war (siehe SHALOM Vol. XXV - April 1996). Dieses Projekt verzeichnete langsam aber stetig einen gewissen Erfolg, wobei die Technologie der Batterien auf der Grundlage einer von «Electric Fuel» erfundenen Anwendung von Luft und Zink sich weiterhin bewährte. Heute kann die Kommerzialisierung noch nicht als sehr fortgeschritten bezeichnet werden, obwohl gegenwärtig mehrere Studien und Prototypen geprüft werden und diese Tests teilweise fast abgeschlossen sind. Es wird geplant, ein sogenanntes «Hybrid»-Fahrzeug zu konstruieren, das sowohl mit Benzin als auch mit einer Batterie funktioniert, um dadurch die Luftverschmutzung und den Treibstoffverbrauch einzuschränken. Der Mechanismus erweist sich jedoch als schwerfällig und teuer. «Electric Fuel» hat vor kurzem in direkter Zusammenarbeit mit General Electric und dem amerikanischen Verkehrsministerium, der «Federal Transit Authority», ein System entwickelt, das ausschliesslich aus Batterien besteht. Ein Prototyp für einen Bus mit elektrischem Motor hat in den USA soeben die zweite Versuchsphase abgeschlossen. Er sollte in der Lage sein, einen ganzen Tag lang mit voller Leistung in Bezug auf die Zahl der Fahrgäste und den Einsatz der Klimaanlage zu fahren, ohne neu geladen zu werden.
Da die Kommerzialisierung dieses bedeutenden Projekts eine gewisse Zeit verlangt, hat die Leitung von «Electric Fuel» beschlossen gleichzeitig ein anderes Produkt zu lancieren, das dieselbe Technik verwendet, aber für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist. Auf diese Weise entstand die Wegwerfbatterie «Instant Power». Es handelt sich um eine Batterie, die geladen verkauft wird und den leeren Akku sofort ersetzt; dank ihr kann vier- bis fünfmal länger gesprochen werden als mit einer normalen Batterie, d.h. sie bietet ungefähr 16 Stunden Gesprächsdauer und 25 Tage im Stand-by-Modus. Die elektrische Spannung wird interessanterweise durch Luft produziert, die durch kleine Löcher auf dem Rücken der Batterie eingesogen wird. Diese Batterien können nicht wiederverwertet werden und sind gegenwärtig auf dem amerikanischen Markt erhältlich, je nach Modell kosten sie zwischen $.13.- und $.17.-. Neben dem Vorteil, nie mehr mit leerem Akku dazustehen, macht diese Batterie ein Ladegerät überflüssig. Man braucht nicht mehr zu warten, bis die Batterie neu geladen ist, und muss nicht befürchten, das Ladegerät im Hotelzimmer oder im Büro vergessen zu haben. Die eingesetzte Technologie, die Zink und Luft verbindet, sorgt dafür, dass die Batterien keine giftigen Produkte enthalten und somit umweltfreundlich sind. Man kann sie im Mülleimer problemlos entsorgen.
Doch der Erfinderreichtum der Mitarbeiter von «Electric Fuel» beschränkt sich nicht auf eine Wegwerfbatterie. In einem zweiten Schritt haben sie nämlich ein Ladegerät entwickelt, dank dem man auch mit leerer Batterie weiter sprechen kann, wobei sich letztere darüber hinaus während des Gesprächs wieder auflädt. Dieses Wunder wird durch den «Instant Power Charger» möglich, ein kleines, wegwerfbares schwarzes Kästchen von 3 x 3 cm, welches sofort nach seinem Anschluss ans Telefon dieses mit Energie versorgt. Das erste Kästchen wird mit einem elektrischen Kabel verkauft, das sich für jeden Handy-Typ eignet und unbeschränkt verwendet werden kann. Dank dem «Power Charger» kann jede Batterie drei Mal neu geladen werden, so dass eine effektive Gesprächsdauer von drei Stunden gewährleistet ist. Das Ganze wird in einer hermetisch verschlossenen Hülle verkauft, in die man das Kästchen nach jeder Verwendung stecken kann, um auf diese Weise etwaige chemische Reaktionen und Energieverlust zu vermeiden.
Diese Technologie, die bereits mit allen elektronischen Agenden funktioniert, wird demnächst auch für andere Apparate zur Verfügung stehen, wie beispielsweise für Videokameras, CD-Geräte und Computer.
In einem Gespräch hat uns Yehuda Harats, Präsident von «Electric Fuel», insbesondere anvertraut, dass die Aktie, die in den vergangenen 12 Monaten Kursschwankungen zwischen $.3.75 und $.23.625 unterworfen war, heute ein vielversprechender Wert ist, da der Markt für neu zu ladende Wegwerfbatterien erst am Anfang steht. Bis heute kennt «Electric Fuel» keine Konkurrenz. Die Gesellschaft hat 30 Patente erworben und hat Gesuche für weitere 40 Patente eingereicht. (Nasdaq NM: EFCX).
«Electric Fuel» besitzt eine automatisierte Produktionseinheit in der Entwicklungsstadt Beth Schemesch und beschäftigt gegenwärtig ca. 250 Personen, darunter 30 in der Forschung.
Es ist interessant zu wissen, dass «Electric Fuel» sich seit kurzem die Unterstützung eines Förderers der israelischen Wirtschaft gesichert hat, nämlich des ehemaligen Ministerpräsidenten von Israel, Benjamin Netanyahu.


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